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| Johann Ulrich Krauß (1655-1719): Als Hirt verkleidet täuscht Jupiter die Mnemosyne (aus Ovid Metamorphosen, Edition 1690). |
Im Gerhard-Marcks-Haus forschen wir zur Geschichte der deutschen und europäischen Bildhauerei. Auf dieser Seite werden Zwischenergebnisse publiziert.
Freitag, 29. August 2014
Mnemosyne: Zur Bildtradition
Montag, 25. August 2014
Kastalia ist auch Mnemosyne!
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| Sogenannte "Agrippine Mazarin", auch "Mnemosyne" genannt. Marmor, 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus. Sammlung Louvre, heute im Musée national du palais de Compiègne |
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| Noch eine "Agrippine Mazarin", auch "Mnemosyne" genannt. Marmor, 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus. Sammlung Louvre, ebenfalls heute im Musée national du palais de Compiègne |
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| Nr. 2. |
Als ich in Compiègne die Ausstellung von Albert Ernest Carrier-Belleuse (1824-1887), dem Lehrer Rodins besuchte, traf ich im Palais de Compiègne auf eine Verwandte der Kastalia. Zwei sogenannte Darstellungen der Agrippina, die aus dem Louvre stammen. Interessant ist vor allem, dass die Figur lange Zeit als Darstellung der Mnemosyne galt, der Erinnerung. Um 1930 wird Mnemosyne, die Mutter der Musen, eine zentrale Gestalt im Nachdenken von Marcks. Kastalia ist dann eine Figur, in der sich noch mehr Spuren verdichten als wir schon dachten.
Die Archäologin Luise Seemann wies mich darauf hin, dass es sich bei diesen Skulpturen wahrscheinlich um Grabstatuen (mit möglich späteren Köpfen) handelt. Ich vermute - kann aber noch nicht beweisen -, dass Marcks diese Figuren und die Interpretation als Mnemosynen kannte. Wichtig ist Luise Seemanns Frage, warum Marcks seine Figur dann Kastalia und nicht Mnemosyne nannte. Meine Vermutung ist, dass er - wie auch bei anderen Figuren - versucht, Bildformeln und ikonographische Muster zu verbinden. Zur Bedeutung der Mnemosyne demnächst mehr.
Dienstag, 12. August 2014
Die Ausstellung steht und das Heft in der Reihe Patrimonia ist erschienen (10 Euro im Museum), aber das heißt nicht, dass die Forschung fertig ist. An der Wand im Museum kleben inzwischen neue Zettel, die interessante neue Spuren aufzeigen. Und: Im Urlaub in Frankreich habe ich ein weiteres Vorbild für die Figur gefunden.
Donnerstag, 24. Juli 2014
Aus der Zeichnungssammlung
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| Gerhard Marcks: Skizze, um 1920, Bleistift, 116 x 46 mm. |
Dienstag, 15. Juli 2014
Die Augen der Kastalia
Donnerstag, 19. Juni 2014
Suchen Sie die Unterschiede?
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| Gerhard Marcks: Kastalia, 1930 Gips, Angermuseum Erfurt |
Montag, 5. Mai 2014
Auf, zur Kastalischen Quelle!
Marcks' Reise nach Griechenland gilt zu Recht als eine Zäsur in seinem künstlerischen Schaffen. Ein Stipendium des Deutschen Künstlerbundes hatte ihm diese Reise ermöglich. Bislang von der Forschung unbeachtet ist die Tatsache, dass er diese Reise nicht alleine antrat, sondern scheinbar mit seiner gesamten Familie. Mehr noch, sein damals knapp einjähriger Sohn Christoph wurde in der Kastalischen Quelle getauft!
„Wie schön, daß Sie [Liesbeth Caesar] es in Griechenland gut getroffen haben; ja sicher ist da so etwas wie Himmel der Seele. Sie haben wohl auch aus dem Kastalischen Quell getrunken? Ich bin bis in den tiefesten Felsspalt gekrochen, um es nun auch wirklich aus allererster Hand zu kriegen. (Und Stöpp, unser Jüngster, wurde mit Kastalischem Wasser getauft). Ob man noch einmal in diese seligen Gefilde kommt?“ (Brief Gerhard Marcks an die Bildhauerin Liesbeth Caesar, Pfinstmontag 1933)
Auch seinem Jugendfreund Richard Fromme berichtet Marcks über den prägenden Eindruck an der Kastalischen Quelle:
„Einer meiner größten Eindrücke in Griechenland war übrigens die korykische Grotte, einsam im gebirge liegende große Dionysoshöhle bei Delphi, niemals habe ich so schönes Wasser getrunken wie da (kastalische Quelle).“ (Brief Gerhard Marcks an Ingenieur Richard Fromme, 20.06.1928)
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