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Donnerstag, 26. Februar 2015

Fragen zu einem Tausch (2)

Anfang 1934 erschien das Buch "Deutsche Bildhauer der Gegenwart" von Alfred Hentzen. Hentzen war als Kustos verantwortlich für die moderne Sammlung der Nationalgalerie. In seinem Buch findet sich auf Seite 111 (in einer späteren Ausgabe 119) eine Abbildung einer Bronzefassung von "Still Allein" mit "Nationalgalerie" als Besitzangabe. Nicht nur waren Gipsfiguren getauscht worden, die Nationalgalerie hatte offensichtlich auch das Recht erworben, einen versilberten Bronzeguss gießen zu lassen.

Dienstag, 10. Februar 2015

Fragen zu einem Tausch

Kronprinzenpalais 1932, Blick in die Ausstellung
1930 erwarb das Preußische Kulturministerium die Gruppe "Griechinnen" von 1928 für die Berliner Nationalgalerie (rechts auf dem Foto). Im März 1933 bat Ludwig Justi, der Direktor der Nationalgalerie, Marcks möge die Gruppe zurücknehmen und als Tausch die Figur "Still Allein" in das Museum geben.

Ein Gipsguss der Figur befand sich 1933 als Leihgabe in der Nationalgalerie. 1945 besaß die Nationalgalerie die Figur als versilberte Bronze. Aus dieser Geschichte folgen zwei wichtige Fragen: 1) Wann wurde der Gips von wem in Bronze gegossen - und wurden damals auch andere Exemplare augeführt? 2) Wo sind die Griechinnen?     

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Still Allein (2)


Die wichtigste Quelle zum Werk von Gerhard Marcks ist das sogenannte Tagebuch. Seit den 1920er-Jahren führte er darin eine Liste von seinen Skulpturen. Oft gibt es Hinweise zu den ersten Besitzern. Ein Bronze-Exemplar von "Still Allein" befand sich in den frühen 1930er-Jahren bei dem Maler Hans Purrmann. Der Gips wurde offensichtlich im Kronprinzenpalais, also in der modernen Abteilung der Nationalgalerie in Berlin, ausgestellt.